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Dienstag, 10. Februar 2009

Erholung

Irgendwie ulkig, wenn man aus dem Krankenhaus entlassen ist, soll man sich schonen, zu Hause bleiben, einfach nur erholen. Gleichzeitig muß ein Ärztemarathon absolviert werden, weil die dann wiederum entscheiden, ob das auch o.k. war, was im Krankenhaus gemacht wurde. Die erste Woche dacht ich, ich brech auf dem Weg zum Arzt vor Erschöpfung zusammen.

Dann waren die Ärzte abgehakt, und seitdem gehts mir jeden Tag ein bißchen besser. Allerdings bin ich diesmal besonders "brav", weil ich an den Deutschen Hallenmeisterschaften am 21./22.02. teilnehmen will. Das klappt auch!!

Zur Einstimmung war ich am Samstag zum Zuschauen bei einem Internationalen Wettkampf in der Werner-von-Linde Halle. Ein bißchen Wettkampfluft schnuppern, mein Trainer und Familie war auch da.

Wen das mehr interessiert: HIER sind mehr Fotos von dem Wettkampf!

Mittwoch, 28. Januar 2009

kurze Erklärung



Wer sich fragen mag, warum hier so lange Zeit kein Post war - ich war nach New York krank, hab mir einen ganz fiesen Virus eingefangen. Möchte Euch hier aber nicht weiter mit längeren Erklärungen langweilen.



Bin auf dem Weg der Besserung, schwächle noch etwas, aber hoffe doch, daß ich an den Deutschen Hallenmeisterschaften teilnehmen kann.


Dienstag, 27. Januar 2009

Top of the Rock

Hallo zusammen,
wünsche Euch allen ziemlich verspätet noch ein "gutes Neues", auf daß jeder 2009 viel von dem verwirklichen kann, was er/sie sich wünscht!

Ich war über Weihachten und Neujahr mit Sabine in New York - das wollte ich Euch nicht vorenthalten, aber man weiß nie genau, wer alles solche Blogs liest, um dann (vielleicht) evt. einzubrechen, etc. pp.


Hier bin ich auf dem "Top Of The Rock" (der Aussichtsplattform des Rockefeller Center in NY). Ich kam mir vor wie "der König der Welt" (hinter mir das Empire State Building). Diese NY-Reise bedeutet mir sehr viel: die Erfüllung eines Traums, und auch, daß ich sogar im Rollstuhl diese Stadt erobern konnte. Und das habe ich: NY erobert! Im Angesicht der Freiheitsstatue bin ich mir - wie viele amerikanische Einwanderer - meiner Hoffnungen und Träume bewußt geworden, hab einiges (in Gedanken) dort zurückgelassen, und meine Ziele weiter festgesetzt. Ich war beeindruckt von den Häuserschluchten, dem Lichtermeer, der Stadt, die niemals schläft, die aber auch nicht streßt.

NY war viele tolle Erfahrungen, die ich gern mit Euch in einem extra "Reiseblog" teilen werde, den ich in den nächsten Tagen anlege. Darin möchte ich auch all denen Mut machen, die denken, daß man als Rollstuhlfahrer oder mit einer Gehbehinderung nicht in so eine Stadt reisen kann. Ich habe viel fotografiert, vor allem auch wie leicht "behindertengerecht" umzusetzen sein kann.

Ich hoffe, daß ich ein bißchen was von meiner Euphorie in den Blog "rüberretten" kann. (Der Blog bleibt natürlich weiter, halt mehr für den "Alltag", eine Art "Birgit Newsletter" - wie bisher auch)




Montag, 22. Dezember 2008

unterwegs in Sachen Sport


Einer der Hauptgründe, warum ich diesen netten weihnachtlichen Ruhrpottabstecher machen durfte war, daß ich einiges "in Sachen Sport" zu erledigen hatte. In meinem neuen "Wurf-Blog" werde ich darüber noch ausführlicher berichten (aber erst im neuen Jahr!), hier mag die "Kurzversion" genügen.
Um im Behindertensport starten zu können muß man klassifiziert, also in eine "Schadensklasse" eingestuft werden. Wenn Euch das Klassifizierungssystem mehr interessiert, dann lest Euch doch den Link bei ARD durch. Ich falle unter die Gruppe der "Cerebralparetiker". Sehr vereinfacht bedeutet das, daß da alle die starten, deren Behinderung "vom Hirn" ausgeht. Klassifizieren darf nicht jeder und in meinem Fall gibt es nur eine Frau, die das in Deutschland macht, und die ist in Essen. Hier ein paar Fotos der Klassifizierung. An dieser Stelle der Dorle Schall und ihrer Tochter nochmal herzlichen Dank, daß sie mich da so kurzfristig "eingeschoben" hat.

Ich wurde für die nationalen Wettkämpfe in die "Schadensklasse" F33 eingestuft. Wenn ich dann international starten will, dann muß das ein neuer Klassifizierer erneut prüfen.

Voraussetzung dafür, daß ich überhaupt klassifiziert werden konnte war, daß ich einen Startpaß habe. Den bekommt man eigentlich von seinem Verein, bzw. dem Landesverband. Hätte ich in München einen Verein gefunden wäre das der Bayrische Behinderten- und Versehrtensportverband gewesen. Wie schon gesagt, ich möchte das hier kurz halten, drum sage ich zur Vereinsfrage nur folgendes: es ist einfach nur traurig, daß sich in München und Umgebung- trotz sehr intensiver Suche, auch vielen Anfragen - einfach kein Verein finden lassen wollte, für den ich hätte starten können. Hier hat man irgendwie pausenlos das Gefühl, daß "man schon vor dem Start verdurstet!" Irgendwann hab ich dann bei Bayer Leverkusen angefragt, hab einen langen Brief hin geschrieben. Ich durfte während dieser Tage zu einem ganz unverbindlichen Gespräch kommen, hab aber netterweise dort den Startpaß (noch ohne Vereinseintragung) bekommen, damit ich überhaupt klassifiziert werden konnte. (Warum nicht mal das hier in München möglich war, tja, ich weiß es nicht!!!)

Daß es für einen Verein schwierig werden kann (aus verschiedenen Gründen), wenn der Sportler weiter weg wohnt, das hab ich verstanden, wäre deshalb auch nicht sauer gewesen, wenn ich von "Bayer" eine Absage bekommen hätte. Umso mehr freut es mich, daß eine Lösung gefunden wurde, daß ich erstmal dort starten kann. Ich bin allen denen sehr, sehr dankbar, die das möglich gemacht haben! Ob sich langfristig eine "bayrische Lösung" entwickeln wird, das bleibt abzuwarten. Bei mir fällt viel Anspannung ab, ich kann mich wieder voll auf das Training, dann auch die Wettkämpfe konzentrieren, und hab die Scherereien mit diesem "bayrischen Chaos" fürs Erste los. Für mich ist das in diesem Jahr das schönste Weihnachtsgeschenk. Zudem ist Bayer Leverkusen ein Verein in dem Gebiet Deutschlands, das ich 13 Jahre lang so lieb gewonnen habe, bin stolz dort starten zu dürfen.
Hier ein Link zur Behindertensportabteilung von Bayer Leverkusen.
Mein erster Wettkampf sind die Deutschen Hallenmeisterschaften am 21./22.02. in Leverkusen.




Montag, 15. Dezember 2008

Adventliches Highlight


Es hat sich so ergeben, daß ich mehrere anstehende Termine innerhalb von vier Tagen "abarbeiten" konnte, weil sie alle sehr günstig zwischen Essen und Leverkusen zu erledigen waren.
Das schönste an der Geschichte war natürlich, daß ich wiedermal in den "Ruhrpott" kam, Freunde besuchen konnte. An dieser Stelle möchte ich mich bei all denen entschuldigen, die ich auch gern besucht hätte, die deshalb NICHT irgendwie "Freunde zweiter Klasse" sind, aber es war einfach nicht machbar.


Drei Tage bin ich bei Alex in Duisburg untergekommen und siedelte dann für einen guten Tag zu Alex nach Mülheim über.
War schon heftig, mir war irgendwie so als wäre ich gar nicht
weg gewesen. Hat sehr gut getan, wieder mal im Ruhrgebiet zu sein, lecker Bratwurst auf dem Weihnachtsmarkt zu essen, einfach auch ratschen (quatschen) bis fast alles erzählt ist.


Was ich alles zu erledigen hatte, das erzähle ich in den nächsten Posts. Sollte heute nur so drauf einstimmen. Ich danke Euch nochmal für Eure Gastfreundschaft, die schönen, intensiven Stunden - es war wirklich ein adventliches Highlight!!

Dienstag, 9. Dezember 2008

mmmh Schweinswürstl...

Seit ich ein Kindergartenkind bin esse ich - in der Adventszeit (nahezu jedes Jahr) immer am gleichen Stand des Münchner Christkindlmarktes - sechs Schweinswürstl mit Kraut. Die sind super lecker. Früher waren noch meine Omas mit dabei, bis vor kurzem noch meine Mama und dieses Jahr hab ich sie mit meinem Vater gegessen. Wollte Euch dieses Highlight natürlich nicht vorenthalten ;-)) Zudem gibt es immer eine super leckere Schokowaffel, davon bald ein Foto.

Montag, 8. Dezember 2008

im Advent

Auf dem Eingangsdach meines Hochhauses steht ein kleiner, beleuchteter Christbaum. Irgendwie hat mich das berührt, und immer, wenn ich abends heimkomme, die Lichter sehe, dann kehrt ein Stück Advent bei mir ein.


Gerade jetzt in der Adventszeit stellen sich (besonders im Sport) viele Weichen. Da paßt Folgendes ganz genau:
In den Tagen des Advent einen neuen Weg gehen.
Ausgetretene Pfade verlassen.
Sich leiten lassen.
Umwege in Kauf nehmen.
Geführt werden.
Behütet werden.
Ankommen. Erwartet werden.
Leben im Advent:
Gegen alle Widersprüche sich nicht abfinden mit dem, was ist, sondern der Hoffnung stiftenden Kraft Raum geben, daß erkennbar wird, was längst schon Wirklichkeit ist.