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Montag, 18. Mai 2009

Rollstuhl Rugby




Gestern (Sonntag) hab ich mir mit Sabine in Milbertshofen (in der Nähe des Olympiazentrums) ein Rollstuhl Rugby Spiel angeschaut. War recht interessant, zudem eine tolle Atmosphäre, man hat sich irgendwie wohl gefühlt.



Im Spiel selbst geht es schon zuweilen recht hart zu. Es passiert zwar meist nichts, aber wenn ein Rolli zwischen zwei oder drei anderen regelrecht eingekeilt wird, dann knallt das schon heftig. Die eineinhalb Stunden sind ganz schnell vergangen, war auch zu keiner Minute langweilig, aber für mich wäre das kein Sport. Irgendwie zu hektisch, da bevorzuge ich doch meinen ruhigeren Wurfsportarten. Vor allem aber bin ich eher der Einzelkämpfer. Teil einer Mannschaft zu sein, das ist auch was tolles, aber bei meinen Wettkämpfen da bin ich allein für Sieg oder Niederlage verantwortlich, das ist gut.


Die deutschen Meister 2009!

Sonntag, 3. Mai 2009

Tipps zum Umgang mit Rollifahrern

Ich sitze jetzt seit fast zwei Jahren im Rollstuhl. Früher als "Fußgänger" hab ich mir über vieles auch keine Gedanken gemacht, hab einfach nicht drauf geachtet, das merkt man dann leider alles erst dann, wenn es einen selbst betrifft. Auch ich wäre - glaube ich - unsicher im Umgang mit Rollstuhlfahrern, auch anderen Behinderungsarten gewesen, mit auch darum möchte ich hier ein paar Tipps rüberbringen, die vielleicht helfen könnten.

1. Ich bin der selbe Mensch wie vor dem Behandlungsfehler. Vielleicht denke ich über einiges anders, aber grundsätzlich ticke ich nicht anders. "Man" muß mich deshalb nicht "mit Samthandschuhen" anfassen, schonen oder mich nicht "für voll nehmen".

2. Ganz wichtig, einfach fragen: "Kann ich Ihnen/Dir irgendwie helfen?" Wenn derjenige dann "Nein!" sagt, dann sollte das auch als "nein" akzeptiert werden. Nicht einfach dann den Rollstuhl trotzdem packen, schieben oder ihn in die U-Bahn wuchten. Sagt derjenige in so einem Fall sogar nochmal höflich "Nein danke, das geht schon!", dann ist es an der Zeit den Rolli ganz schnell auszulassen. Wer das nicht tut, und sich sogar noch wundert, daß die Person im Rollstuhl sauer reagiert, der muß sich darüber nicht wundern. Würde "er" gern quasi "entmündigt", zu einem Menschen degradiert werden, der nicht mehr selbst entscheiden kann, wann und ob er Hilfe benötigt? Würde es der Person gefallen, beispielsweise in der U-Bahn auf einen Sitz gedrückt oder eingehakt über die Straße gezerrt zu werden?! Sicherlich nicht. Blinde Menschen packt man doch auch nicht einfach, nötigt sie, Hilfe anzunehmen.

3. Ich empfinde es als ganz furchtbar, von jedem automatisch mit "Du" angesprochen zu werden. Und was gar nicht geht ist: daß mir jemand über den Kopf streichelt, in meinen Haaren rumwuschelt. Das degradiert einen zum Kleinkind, und ich erwarte die gleiche Achtung, die man jedem anderen auch entgegenbringen würde.

4. Menschen, die mir sagen, wie furchtbar das doch alles ist, was sie an meiner Stelle empfinden würden, daß sie sich von einer Brücke stürzen würden, das ist einfach nur "voll daneben". Sowas ist unhöflich. Wenn man gar mit "Ach, Sie arme Sau!" angesprochen, einem voll Mitleid Geld zugesteckt wird, dann ist das ein Niveau, das ich gar nicht mehr akzeptieren kann.
Darum abschließend nochmal im Klartext: Bitte, liebe Mitmenschen, behandelt mich (auch andere im Rollstuhl) doch einfach so wie Ihr dann gern behandelt werden würdet. Wir haben den Rollstuhl nicht im Kopf, sind nicht bescheuert oder zurückgeblieben, wir sind "normal" in unseren Grenzen. Ja, wir können nicht mehr richtig gehen, manche Bewegungen muten seltsam an, aber aber "behindert" uns doch nicht noch mehr!! Der Rollstuhl ist oft nicht die eigentliche Behinderung, behindert wird man eigentlich am meisten von seiner Umwelt!

DANKE!!


Freitag, 1. Mai 2009

Frühling in Neuperlach

In München-Neuperlach ist mittlerweile auch der Frühling eingekehrt. Seit ungefähr 2 Wochen grünt und blüht es überall rund um mein Haus. Auch die Bäume vor meinem Balkon sind nun wieder bis zum Herbst ein toller Sichtschutz, wie eine kleine grüne Oase.

Irgendwie hat man im Frühjahr oft so den Drang nach Veränderung, nach "den Winter rauskehren". Klar, deswegen machen auch viele Frühjahrsputz (der hat mich noch nicht wirklich überkommen). Ich hab mich statt dessen einer Aufgabe unter dem Motto:"Pimp my balcony" (Motz den Balkon auf) gewidmet. Bin zu Bauhaus, hab mir ein paar Sachen dafür liefern lassen. Sieht jetzt alles schön aufgeräumt und ordentlich aus, und die Sitzfläche vor dem Wohnzimmer ist auch recht gemütlich geworden - finde ich. Also meinen Katzen gefällt es auf jeden Fall.

Sonntag, 19. April 2009

Handbike Speedy B-26

Ich habe mir vor ein paar Tagen aus trainingstechnischen Gründen (und damit ich noch mobiler werde) das Handbike Speedy B-26 gebraucht gekauft. Es ist top in Schuß und ich war von der ersten Fahrt an total begeistert darüber, wie leicht es sich fährt. Hab irgendwie gedacht, daß man da viel mehr Kraft aufwenden müßte. Ein wahnsinnig tolles Gefühl, wenn man plötzlich mit wenig Anstrengung so schnell durch die Gegend kurven kann.


Sabine und ich haben gestern mal einen "Testlauf" gemacht, ob ich mit dem Teil in die U-Bahn reinkommen würde, damit umsteigen kann, um somit zur Haltestelle Westfriedhof zu kommen. Von dort fahre ich sonst noch immer 20 Minuten (einfach) mit dem Rolli zur Werner-von-Linde Halle, wo ich trainiere. Diese Strecke wäre natürlich mit dem Handbike viel einfacher zu bewältigen. Da man mich hier auf dem Foto mit dem Handbike am Olympiasee sieht muß das Experiment "mit dem B-26 in der U-Bahn" also erfolgreich gewesen sein. Kommt eine neue U-Bahn klappt das Ein- und Aussteigen total problemlos. Bei den alten U-Bahnen ist der Abstand von Bahnsteig zur U-Bahn oft recht hoch, da ist es schwerer, doch nur in Neuperlach-Zentrum brauche ich beim Einsteigen Hilfe. Das größte Problem ist, wenn dann - wie gestern - am Hauptbahnhof ein Aufzug kaputt ist, dann müßte ich - wenn ich alleine wäre - bis zum Stachus weiterfahren, dort erst in die U-Bahn einsteigen. Aber, es ist machbar und mit der Zeit kommt sicherlich auch Routine rein.

Hab dann Sabine noch weiter ihre Vokabeln abgefragt, das Wetter war größtenteils angenehm. Hat ab und an mal getröpfelt, ansonsten sonnig und temperaturmäßig optimal (für mich)

Dienstag, 7. April 2009

Ausflug an den Tegernsee

Der langsam hereinbrechende Frühling, zudem die Osterferien in Bayern, beides ermuntert schnell zu kleinen Ausflügen ins Münchner Umland, das ja landschaftlich sehr reizvoll ist. Wenn man hier wohnt, dann schätzt man das leider zu wenig.


Man glaubt es kaum, aber ich war noch nie am Tegernsee. Also sind wir (Sabine und ich) mit der BOB (Bayerische Oberlandbahn) dort hin gefahren. Ich hatte gedacht, es wären schon mehr Fremde da. Einerseits angenehm, andererseits war es mir irgendwie zu ruhig.

Wir haben die Klosterkirche in Tegernsee angeschaut,


verdrückten eine Schweinshaxe im Tegernseer Brauhaus und "wanderten" anschließend auf einem schön geteerten Weg am Tegernsee entlang nach Gmund. (ca. 4 km) Es rollte sich dort auch gut. Kurz vor Gmund kam dann auch die Sonne noch richtig schön raus. War schön, einfach ganz gemütlich und ruhig auf einer Bank am See zu sitzen bevor es dann wieder zurück nach München ging.


Also Gmund war ja wie ausgestorben. Der Bahnhof - behindertengerecht - aber fast gespenstisch. Wir stellten übereinstimmend fest, daß das ein wirklich schöner Tag war, daß wir aber beide sehr froh sind, wenn wir wieder zurück in die Stadt kommen. Also ich könnte nicht am Land wohnen, das wird mir bei solchen Ausflügen immer aufs Neue klar. Und als ich zurück in meinem Stadtteil kam, das war ein "Nachhause kommen" - mir gefällt es in Neuperlach. Definitiv!

Sonntag, 29. März 2009

Hinweis auf die anderen Blogs

Hallo zusammen,
die Tatsache, daß es in diesem Blog zur Zeit etwas ruhiger ist, liegt darin begründet, daß ich zur Zeit hauptsächlich viel mit meinem Sport zu tun habe. Und all das halte ich in meinem Wurf-Blog fest. Zudem hab ich viel an meinem Reiseblog gearbeitet. Dort könnt Ihr meine New York Reise mit vielen Fotos nachlesen (von 10 Tagen sind 7 bereits online). Viel Spaß und bis demnächst sicherlich auch wieder hier in diesem Blog.

Dienstag, 17. Februar 2009

Fazit ein Jahr nach dem Umzug


Wahnsinn:
der eigentliche Umzug ist schon wieder ein Jahr her! Ganz so wie auf dem Bild hat es nicht ausgeschaut, aber kam schon nahe ran...;-))

Was läßt sich nach einem Jahr für ein Fazit ziehen?!

Neuperlach gefällt mir nach wie vor total gut, ist ein Stadtteil, in dem ich absolut gerne lebe. Mein Haus ist echt klasse, ich habe wirklich nette und sehr hilfsbereite Nachbarn.
Einkaufsmöglichkeiten, öffentliche Verkehrsmittel, alles da, was kann man sich mehr wünschen?

Auch mein Leben ansich hat zu einer Art "Alltag" zurückgefunden. Ich schreibe an meiner Magisterarbeit (langsam, aber es geht voran!), arbeite zwei Mal die Woche und habe viel Freude am Sport. Zudem noch der Chor.

Der Umzug ansich war Wahnsinn, drum kommt es mir auch noch nicht wie ein Jahr vor, weil im Keller noch immer unausgepackte Kartons stehen. Im Frühjahr werde ich meinen großen Balkon für den Sommer "stylen". Hab da schon meine Vorstellungen. Letztes Jahr war das nicht möglich.

So, hier schneit es wie blöd. Heute Nacht ein Schneegestöber, jetzt eher Schneeregen. Bin ich froh, daß ich heute nicht raus muß!!