Ich hab hier ja letztlich von Barbara geschrieben, die in einer Art Gemeinschaftswohnprojekt, dem Mehrgenerationenhaus in der "Alten Schule" in Berlin-Karlshorst wohnt. Sie hat mir heute eine Link zu einer sehr schön gemachten Foto-Dokumentation führt. Schaut und hört es Euch einfach mal an. Ist interessant!
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Sonntag, 28. Februar 2010
Samstag, 30. Januar 2010
Glück auf, Ruhr 2010!

Am 10. Januar 2010 wurde in Essen (in der Zeche Zollverein) die Kulturhauptstadt Essen feierlich eröffnet. (eröffnet ist irgendwie falsch, mir fällt nix besseres ein!) Eigentlich geht es ja um das ganze Ruhrgebiet, darum auch Ruhr 2010, bzw. Metropole Ruhr.
Und es gibt sogar eine ganze Homepage, die sich nur mit einem behindertengerechten Ruhrgebiet beschäftigt. Ich bin doch beeindruckt!
Ich bin jetzt schon wieder seit fast drei Jahren in München, doch das Ruhrgebiet trage ich auch hier in Bayern immer in meinem Herzen bei mir. Hört sich pathetisch an, schön schmalzig, ist aber genauso. Meine 13 Jahre in Essen haben mich in vielerlei Hinsicht geprägt, vor allem aber hab ich diese ganze Region "lieb gewonnen", sie wurde zur Heimat für mich. Viele, die das Ruhrgebiet nicht kennen, können das nicht verstehen. Schade. Das Ruhrgebiet muß man erleben, erfühlen - dann versteht man!

Die offenen, ehrlichen, auch bodenständigen Menschen des Ruhrgebiets fehlen mir, mir fehlt die Einzigartigkeit dieses Landstrichs, das Gefühl, daß man einfach so sein und bleiben darf wie man ist und die Gewißheit, daß man da einfach hin gehört (auch wenn ich nur zugezogen bin).
(Neuperlach, der Stadtteil, in dem ich wohne, hat ein bißchen was von all dem, glücklicherweise!)
Das Ruhrgebiet hat mich viel gelehrt, mich wachsen lassen, hat mich die Birgit sein und bleiben lassen, die ich bin. Und ich freu mich total, wenn ich zuweilen mal wieder in der Gegend bin.

Herbert Grönemeyer hat zur Eröffnung von Ruhr 2010 ein grandioses Lied gesungen: "Komm zur Ruhr". Der Text sagt alles, einfach nur grandios. (HIER klicken und genießen)
Und HIER ist noch eine andere Ruhrgebietshymne "Glück auf, Ruhrgebiet". Anders, aber nicht minder schön als die von Grönemeyer.
(einfach mal auch auf die Fotos klicken...)
Donnerstag, 28. Januar 2010
Schnee, Schnee, Schnee
Als der Schneesturm heute Nacht so um das Hochhaus tobte und Massen von Schneeverwehungen auf meinem Balkon abgeladen hat, da ahnte ich für den Tag ja schon nicht wirklich Gutes.



Aber ich mußte raus, das war ansich auch o.k., weil ich ja Speedy habe, der mich treu durch die Schneemassen zur U-Bahn zieht. Allerdings hat der Schneeräumdienst so ungut geräumt, daß in meinem Weg lauter Schneehäufen lagen, die nur schwer zu umfahren waren. War das ätzend, einfach nur ätzend. Gestrandet in einem Schneehuckel, bin ich erstmal vollkommen entnervt stehen geblieben, dachte mir, daß ich jetzt am liebsten ins ..... (Name des Krankenhauses nenne ich hier nicht) fahren würde, denen, die das bei mir verbockt haben, eine runterhauen würde. Das kann auch gern jeder durch diesen Blog erfahren, aber wenn sich Menschen einfach nicht ihrer Verantwortung stellen, nicht mal den Hauch von Anstand haben, sich darum zu kümmern, was denn aus ihrem Fehler geworden ist, dann darf ich auch so denken.

Eines ist auf jeden Fall ganz klar: Schnee ist der natürliche Feind des Rollifahrers! Doch umso schöner ist es in der schön warmen Wohnung. Dort habe ich mir dann folgendes gegönnt - neidisch?! Braucht Ihr nicht, gibt es bei Richard zu kaufen.
Dienstag, 26. Januar 2010
Besuch bei Barbara in Berlin
Nach dem Trainingslehrgang in Kienbaum hab ich dann noch die Barbara in Berlin-Karlshorst besucht. (Die Marianne Buggenhagen hat mich netterweise nach Kienbaum mit dem Auto dort vorbeigefahren - herzlichen Dank nochmal!)
Und das ist Iggi, ihr wirklich sehr lieber Kater!
Samstag, 2. Januar 2010
Silvester 2009
Es gab lecker Matjesheringssalat und Blätterteigtaschen. Wir haben dann noch einen kleinen Spieleabend gemacht - war sehr lustig.
War mein erstes Silvester in der Wohnung (letztes Jahr war ich ja in NY), drum war das natürlich spannend, was da im Stadtteil so abgeht. War schon eine heftige Knallerei. Hier ein paar Eindrücke.
Haben das Spektakel erst von meinem Balkon angeschaut und sind anschließend in den 17. Stock hochgefahren. Das war schon super da oben, super Blick aufs Feuerwerk.

Also mir hat Silvester 2009 gefallen, hier zum Schluß noch ein Foto einer Wunderkerze. Während die abbrennt wünsch ich mir immer was, bzw. nehm mir was vor fürs neue Jahr.
Dienstag, 29. Dezember 2009
zwischen den Jahren
Wie ich schon im vorletzten Post erwähnt habe, wollte ich die Zeit "zwischen den Jahren" nutzen, um 2009 kurz Revue passieren zu lassen und mir ein paar Gedanken für 2010 zu machen. Oftmals ist es nicht gut, wenn man zu selbstkritisch ist, drum wollte ich mich darauf beschränken, was mir spontan in den Kopf kommt. Als Sabine und ich letztes Jahr um die Zeit in New York waren, da haben wir am Times Square in dem Infozentrum vom "Ball drop" (das Teil, das da jedes Jahr Silvester runter"fällt") einen "Wunschzettel" für 2009 an ein großes Board heften lassen. Mein Wunsch hat sich erfüllt: ich hatte ein grandioses erstes Wettkampfjahr.
Mir hat 2009 enorm Auftrieb gegeben. Ich habe in ein Leben zurückgefunden, das ich schon irgendwo verloren geglaubt habe. Das Training in der Werner-von-Linde Halle macht mir nicht nur Spaß, es gibt mir in jeder Hinsicht total viel. Aber auch im ESV-München bin ich wieder heimisch geworden, bin ein Teil der LA-Abteilung geworden, die mir schon als Kind fast eine Art Familie war. An beiden Orten kann ich "normal" sein, bin nicht ein bemitleidenswerter Rollifahrer, den die Leute oft anschauen und behandeln als hätten sie "Kreide gefressen". (Joachim und Simone, Euch einen ganz besonderen Dank!)
Es bedeutet mir total viel, daß mich "die Kids" vom ESV alle so akzeptieren und mögen.
Gesundheitlich wars eine kleine Achterbahnfahrt, aber es geht mir wieder richtig gut, nur das zählt. Der Rest verblaßt. Gesund sein ist auch für mich auch eine Einstellungssache. Ich kann z. B. chronische Krankeiten haben und fühle mich trotz allem "gesund", weil ich Gesundheit nicht zur Bedingung für Glück und erfülltes Leben mache.
Was geht mir durch den Kopf, wenn ich an 2010 denke?
Ja, daß ich im Sport so weitermachen will wie 2009 (im Training und Wettkampf), daß ich einfach mein Bestes gebe, um mich dann hoffentlich für 2011 für die WM in Neuseeland zu qualifizieren. Mein Fernziel sind die Paralympics 2012, da will ich hin!
Klar wäre das schön, wenn ich 2010 mal gesünder durchs Jahr komme, aber das kommt eh wie es kommt, da hab ich nur sehr begrenzt Einfluß. Ich tue alles, damit es mir gut geht, mehr ist nicht möglich.
Wenn mir sonst nichts mehr ad hoc in Sinn kommt, dann heißt das nicht, daß ich nur den Sport im Kopf habe, es ist mehr, daß ich den Rest auf mich zukommen lasse. Nicht ungeplant, aber auch nicht verbissen, daß das alles genau so laufen muß. Wichtig ist mir auch, daß meine Freunde meine Freunde bleiben, daß ich einfach genauso glücklich wie 2009 bleibe.
Wenn ich eines während langer Krankheitszeiten gelernt habe, dann das, daß das Leben zum einen verdammt kurz sein kann und zum anderen oft ziemlich unberechenbar ist. Und weil dem so ist, versuche ich einfach zu leben - und zwar jetzt und hier. Ich lebe nicht so als gäbe es kein Morgen, aber ich lebe so, daß immer sagen kann, daß ich glücklich bin und gelebt habe, daß mein Leben Sinn gemacht hat.
Als dann, auf ein gutes Neues!!
Nachtrag Geburtstagsfeier
Meine beste Freundin Sabine hatte in diesem Jahr einen runden Geburtstag, drum haben wir unsere Geburtstagsfeiern in diesem Jahr zusammengelegt, zusammen gefeiert. Sabine hat sich wahnsinnig Mühe bei den Vorbereitungen gemacht, hat sogar ihre Wohnung etwas umgeräumt.

Gesundheitlich war bei mir - darmgrippemäßig - ein wenig was im Argen, drum war ich bei den Vorbereitungen nicht wirklich eine große Hilfe. Ich war schon froh, daß ich noch gepeilt habe, an welchem Tag die Feier überhaupt ist... Oh, Mann, es gibt so Dinge, die vergißt man besser. Auf jeden Fall war es ein in sich sehr netter und gelungener Abend.
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